Mallorca SehenswĂŒrdigkeiten

Kathedrale La Seu

Einigen Touristen reicht es vielleicht, ihren Mallorca Urlaub hauptsĂ€chlich am Strand zu verbringen. Das kann ja auch sehr erholsam, auf Dauer aber eventuell langweilig sein. Auf der Insel Mallorca gibt es vieles zu entdecken. Die vielen SehenswĂŒrdigkeiten auf Mallorca geben FeriengĂ€sten die Gelegenheit, die Einheimischen und ihre Kultur besser kennen zu lernen und einen Einblick in das typisch mallorquinische Leben zu bekommen. Entlegene Orte, historische Bauwerke und traumhafte Landschaften zeigen Mallorca von seiner schönsten Seite.

Die Inselhauptstadt Palma bietet seinem Besucher interessante SehenswĂŒrdigkeiten, die auf jeden Fall einen Besuch lohnen. So zum Beispiel die berĂŒhmte Kathedrale La Seu, deren TĂŒrme schon aus der Ferne gut zu sehen sind. Über der Bucht von Palma erhebt sich der beeindruckende Bau des Castell de Bellver, das auch im Inneren besichtigt werden kann und eine tolle Aussicht bereithĂ€lt.

BotanicactusBei Alcudia finden Urlauber den sehenswerten Naturpark S’Albufera. Als grĂ¶ĂŸtes Feuchtbiotop der Balearen erstreckt er sich auf etwa 1.700 Hektar und lĂ€dt zu erlebnisreichen Wanderungen ein. Über 12.000 Kakteen und zahlreiche andere Pflanzen können Pflanzenliebhaber im botanischen Garten Botanicactus bestaunen. Bei einem Streifzug ĂŒber die Insel kommen somit Naturliebhaber ebenso auf ihre Kosten, wie Kulturinteressierte, sodass Mallorca Reisen sicher nicht langweilig, sondern zu einem unvergesslichen Erlebnis werden. Sonne, Strand und Meer mĂŒssen ja trotzdem nicht zu kurz kommen.

 

Castell de Bellver in Palma

Rund 112 Meter ĂŒber der Bucht von Mallorcas Hauptstadt Palma erhebt sich das Castell de Bellver, ĂŒbersetzt: Burg mit schöner Aussicht, das sowohl zu Fuß als auch mit dem Mietwagen gut zu erreichen ist. Der Fußweg ist mit einem relativ mĂŒhsamen Treppenaufstieg verbunden, der jedoch zu umgehen ist, wenn der Weg um die Burg herum genutzt wird, der an die hintere Front fĂŒhrt. Das Castell de Bellver zĂ€hlt zu den bedeutenden SehenswĂŒrdigkeiten Mallorcas, ist Zeugnis der weitreichenden Geschichte der Insel und auf jeden Fall einen Besuch wert.

Erst Residenz, dann GefÀngnis

Im Jahre 1299 eroberte König Jaume I. die Baleareninsel und gab unmittelbar danach den Bau seiner Residenz in Auftrag. Das beeindruckende Bauwerk wurde im Jahr 1309 fertiggestellt und diente dem König fortan auch als Schutz vor feindlichen Angriffen. Der Rundbau, diese Bauform ist einzigartig in Spanien, verfĂŒgt ĂŒber zwei Etagen, insgesamt vier TĂŒrme und einen vier Meter breiten Graben, der um das gesamte Castell herumfĂŒhrt. Der vierte, 33 Meter hohe Turm, Torre de I’Homenatge, steht etwas außerhalb, ist aber durch eine steinerne BrĂŒcke mit der Burg verbunden. Als Residenz der Könige diente die Burg allerdings nur kurze Zeit, denn bereits ab 1707 saßen hier politische Widersacher, wie zum Beispiel Gaspar Melchior de Jovellanos, ein. Besucher des Castell de Bellver können diese GefĂ€ngnisrĂ€ume noch heute besichtigen. Nachdem der Komplex zwischenzeitlich auch als GeldmĂŒnzerei genutzt wurde, ging er im Jahre 1931 als Geschenk des spanischen Staates an Palma ĂŒber.

Beeindruckender Innenhof

Wer im ersten Moment vom eher nĂŒchternen Erscheinungsbild der Burg enttĂ€uscht ist, kann sich vielleicht eher fĂŒr den Innenhof begeistern, dessen Mitte ein Ziehbrunnen ziert. Sehr interessant zu sehen, ist auch die zweistöckige Arkaden-Galerie, die den gesamten Innenhof umgibt. Die Arkaden im Erdgeschoss sind mit einer flachen Decke und einfachen Rundbögen ausgestattet. Eindrucksvoller gestalten sich die Arkaden im Obergeschoss, deren Bögen in gotischem Stil gehalten und bedeutend höher sind. Diese werden von einer hohen Gewölbedecke ĂŒberdacht.

Ebenerdig finden Besucher das Museu D’Historia de la Ciutat, das hier im Jahre 1999 eingerichtet wurde. Im ersten Stockwerk sind eine BurgkĂŒche, die gotische Kapelle Capella de Sant Mare und die ehemaligen GefĂ€ngnisrĂ€ume zu besichtigen. Eine große Skulpturensammlung, die kunstvoll gestalteten Decken und der Thronsaal, der lediglich durch ein Fenster bestaunt werden kann, machen einen Besuch des Castell de Bellver zu einem echten Kunsterlebnis.

Öffnungszeiten:

Oktober bis MĂ€rz: montags – freitags von 8.00 – 20.00 Uhr
April bis September: montags – freitags von 8.00 – 21.00 Uhr
Obergeschoss und Museum: Sonn- und Feiertag geschlossen
Eintrittspreis: 2 Euro

Kathedrale La Seu in Palma de Mallorca

Die Kathedrale La Seu in der Hauptstadt Mallorcas zĂ€hlt zu den imposantesten Bauwerken der Insel. Die gotischen TĂŒrme des GebĂ€udes ĂŒberragen das Stadtbild Palmas deutlich und sind somit schon von weitem zu sehen. Bis ins 13. Jahrhundert stand an diesem Ort eine arabische Moschee. Nach der Vertreibung der Araber von der Insel Mallorca wurde im Jahre 1230 der Grundstein fĂŒr den beeindruckenden Sakralbau gelegt. Erst 40 Jahre spĂ€ter begannen die eigentlichen Bauarbeiten, die immer wieder unterbrochen wurden und sich bis zum Anfang des 17. Jahrhunderts hinzogen. Die TĂŒrme der Kathedrale La Seu wurden zu Beginn des 20. Jahrhunderts fertiggestellt.

Das Bauwerk ist erstaunliche 120 Meter lang und ragt ĂŒber 40 Meter in die Höhe. Sehr beeindruckend zu sehen ist auch das große Rosettenfenster, das ĂŒber eine FlĂ€che von mehr als 100 Quadratmetern verfĂŒgt. Morgens fĂ€llt das Sonnenlicht durch die bunten Fensterscheiben und bildet ein wunderschönes Farbenspiel.

Anfang des 20. Jahrhunderts wirkte der KĂŒnstler Antoni Gaudi bei einigen Restaurierungsarbeiten der Kathedrale mit und hinterließ einen deutlichen Jugendstileinfluss. Seit 1932 befindet sich im Erdgeschoss des Glockenturms ein Museum, das Besuchern Wissenswertes ĂŒber die Geschichte des Kirchenbaus vermittelt.

Ermita de Betlem

Etwa neun Kilometer von Arta entfernt befindet sich die kleine Wallfahrtskapelle Ermita de Betlem, die ĂŒber eine Serpentinenstraße mit dem Auto zu erreichen ist. Schon auf der Fahrt zur Kapelle kann der Urlauber eine wunderschöne Aussicht auf die MittelmeerkĂŒste genießen. Olivenhaine und weidende KĂŒhe oder Schafe auf saftiggrĂŒnen Wiesen stellen beliebte Fotomotive dar. Durch eine Toreinfahrt gelangt der Urlauber auf das KlostergelĂ€nde, das oft wie ausgestorben wirkt, weil sich nicht sehr viele Touristen hierher verirren. Trotzdem lohnt sich der Weg, denn von hieraus hat man einen fantastischen Panoramablick auf die Bucht von Alcudia. Die Kapelle wurde im Jahre 1805 in neoklassizistischem Stil erbaut und ist fĂŒr Besucher frei zugĂ€nglich. Neben einer Christusfigur, die von den Einheimischen sehr verehrt wird, sind in der Kuppel der Klosterkapelle einige Fresken zu sehen. Ebenfalls sehenswert sind die Wandkacheln in der Vorhalle, die liebevoll bemalt wurden.

Coves del Drac – Drachenhöhlen

SĂŒdlich des Ortes Porto Cristo befindet sich das wohl bedeutendste Tropfsteinhöhlensystem Mallorcas, das Coves del Drac. Hier ist, neben sechs kleineren Seen, der grĂ¶ĂŸte unterirdische See Europas zu finden. Die Mallorquiner wussten schon vor 3.000 Jahren von dem Höhlensystem, das 1.700 Meter in den Berg hineinfĂŒhrt. Damals trauten sich aber weder die Einheimischen, noch Piraten weiter als 200 Meter in die Höhle hinein, weil sie dort blutrĂŒnstige Drachen vermuteten. Erst im Jahre 1896, nachdem mehrere Forscher versucht hatten, das Höhleninnere zu erkunden, gelang es dem Franzosen Martel, 1.300 Meter weit in die Höhle vorzudringen und sie grĂŒndlich zu erforschen. Der Mallorquiner Joan Servera Camps erwarb das GrundstĂŒck und machte das NaturphĂ€nomen im Jahre 1935 der Öffentlichkeit zugĂ€nglich. Bald fuhren große Orchesterboote ĂŒber den See, das Höhleninnere gut ausgeleuchtet.

Auch heute noch werden Urlauber bei einem Besuch der Drachenhöhle von sanften KlĂ€ngen begleitet. Sehr beeindruckend zu sehen sind die bizarren Kalksteinformationen, gewaltige Stalagmiten und Stalaktiten prĂ€sentieren sich in einzigartigen Formen. In einem großen Auditorium mit 1.100 SitzplĂ€tzen am Llac Martel – Martelsee – können die Besucher nach der Besichtigung Platz nehmen. Nachdem die Beleuchtung erloschen ist, erscheinen Musiker in beleuchteten Booten auf dem See, die klassische Musik erklingen lassen. Leider mĂŒssen Urlauber auf das Fotografieren in den Coves del Drac verzichten, Ordner weisen stets auf das Verbot hin.

Cuevas de Arta – Höhlen von Arta

Die Höhlen von Arta sind im KĂŒstengebiet Vernell, nahe der Ortschaft Canyamel zu finden. Diese SehenswĂŒrdigkeit Mallorcas ist noch nicht sehr populĂ€r, hĂ€lt aber fĂŒr Besucher einige Highlights bereit, sodass sich ein Besuch auf jeden Fall lohnt. Schon am Anfang besticht ein riesiger Felsbogen, der den Eingang umfasst und ĂŒber eine imposante Treppe zu erreichen ist. Die GĂ€nge des Höhlensystems haben eine LĂ€nge von rund 500 Metern. Die FĂŒhrung nimmt ihren Anfang in der ersten ca. 40 Meter hohen Höhle. Hier sind verschiedenste Formationen aus Salz, Marmor und Kalziumkarbonat zu sehen, die einzig die Natur geschaffen hat. Sehr beeindruckend ist auch die sogenannte Königin der SĂ€ulen, die heute eine Höhe von 22 Metern vorzuweisen hat. Und sie wĂ€chst weiter, wenn auch nur etwa einen Zentimeter innerhalb von 100 Jahren. Der Weg nach unten zur nĂ€chsten Höhle ist gesĂ€umt von einzigartigen Gebilden, verschieden großen Stalagmiten, die sich an der Felswand entlang oder von der Decke herab schlĂ€ngeln.

Der Eingang der unteren Höhle kĂŒndigt sich schon von weitem mit einem roten Lichtschein an, der die beeindruckenden SĂ€ulenformationen in wechselndes, farbiges Licht taucht. Ein Besuch der Cuervas de Arta ist ein wahres Naturerlebnis und wird dem Urlauber als besonderes Ereignis in Erinnerung bleiben.

Klosteranlage Lluc

Im Herzen der Serra Tramuntana liegt die Klosteranlage Lluc, die ĂŒber eine gut ausgebaute Serpentinenstraße bequem zu erreichen ist. Der Weg hinauf zum Kloster fĂŒhrt durch eine grĂŒne Idylle, geprĂ€gt von wunderschönen EichenwĂ€ldern. Die Anlage ist umgeben von einer herrlichen Bergkulisse und erfreut sich bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen grĂ¶ĂŸter Beliebtheit. Auch fĂŒr Kinder wird dieser Ausflug in die mallorquinische Kultur nicht langweilig, denn in unmittelbarer NĂ€he befindet sich ein schöner Spielplatz.

Kloster LlucDas Kloster wurde in der Mitte des 13. Jahrhunderts gegrĂŒndet. Heute wird ein Teil des GebĂ€udes als Museum genutzt, in dem wechselnde Ausstellungen besichtigt werden können. Weiterhin ist eine bleibende Sammlung zeitgenössischer Kunstwerke zu bestaunen. Ein großer Anziehungspunkt fĂŒr Touristen, aber vor allem fĂŒr Einheimische, ist die berĂŒhmte Jungfrau von Lluc, die von den Mallorquinern auch die schwarze Madonna genannt wird und in einem Schrein zu bewundern ist. Nachdem sie im Jahre 1884 vom Papst ihren Segen erhielt, wurde sie zur Schutzpatronin der Insel Mallorca.

Das Kloster Lluc verfĂŒgt auch ĂŒber Gastronomie, die von Urlaubern genutzt werden kann, sodass fĂŒr das leibliche Wohl gesorgt ist. Kleine Souvenir-LĂ€den laden ebenfalls zum Verweilen ein. Die wunderschöne Umgebung eignet sich hervorragend fĂŒr ausgiebige Wanderungen oder erholsame SpaziergĂ€nge, so kommen Naturliebhaber auch auf ihre Kosten.

GlasblÀserei Gordiola

Auf dem Weg von Palma nach Manacor, ungefĂ€hr auf halber Strecke, findet der Feriengast die GlasblĂ€serei Gordiola, die stets von vielen Touristen besucht wird. Die lange Tradition der GlasblĂ€serei auf Mallorca wird hier noch liebevoll fortgefĂŒhrt. Gleich hinter dem Haupteingang gelangt man in den Produktionsraum, in dem der Besucher einen guten Einblick in das filigrane, jedoch anstrengende Handwerk der GlasblĂ€serei bekommen kann. Er kann der Herstellung wunderschöner Vasen oder Tierfiguren beiwohnen, die aus heißem Glas geformt werden. Interessierte erhalten viele Informationen ĂŒber die verschiedenen Stilrichtungen der GlasblĂ€serei und können beeindruckende Beispiele bestaunen. Der Innenhof ist mit Pflanzen und einem alten Brunnen sehr geschmackvoll gestaltet.

Die GlasblĂ€serei Gordiola ist in einer ehemaligen Burg untergebracht und eines der Ă€ltesten Unternehmen Mallorcas. Es zĂ€hlt zu den beliebtesten SehenswĂŒrdigkeiten der Insel. Bereits seit dem Jahre 1719 werden hier kunstvolle Vasen, Figuren und nĂŒtzliche GebrauchsgegenstĂ€nde hergestellt. In einem Verkaufsraum haben Urlauber die Gelegenheit, die schönen Glaserzeugnisse zu einem gĂŒnstigen Preis zu erwerben. Vom Innenhof aus fĂŒhrt eine Treppe direkt in ein kleines Museum, in dem, neben antiken Glaskunstwerken, faszinierende Glasmalereien zu sehen sind. Die AusstellungsstĂŒcke stammen aus einer privaten Sammlung der Familie Gordiola. Das Museum wurde der GlasblĂ€serei im Jahre 1975 angeschlossen. Wenn möglich, empfiehlt es sich, die Anlage außerhalb der Sommerferien zu besuchen, da es dann etwas ruhiger zugeht. Der Eintritt ist frei.

Adresse:
Landstraße Palma-Manacor
Ausfahrt km 19
07210 Algaida

Öffnungszeiten:
montags – samstags: 9 – 19 Uhr
Sonn- und feiertags: 9 – 13 Uhr

Naturpark S’Albufera

Ganz in der NĂ€he der wunderschönen Bucht von Alcudia befindet sich der Naturpark S’ Albufera, der das grĂ¶ĂŸte Feuchtbiotop der Baleareninseln darstellt. Er erstreckt sich ĂŒber eine GesamtflĂ€che von rund 1.700 Hektar und wurde im Jahre 1985 unter Naturschutz gestellt. Breite DĂŒnen trennen diese Naturlandschaft von einer alten Lagune. Zahlreiche Vogelarten haben sich hier niedergelassen und machen einen Besuch zu einem wahren Naturerlebnis. Jedes Jahr wird diese grĂŒne Idylle auch zum Rastplatz tausender Zugvögel. Ein gut ausgebautes Rad- und Wanderwegenetz gibt Urlaubern die Möglichkeit, die artenreiche Flora und Fauna auf eigene Faust zu erkunden. Von verdeckten BeobachtungshĂŒtten aus können Besucher die Tiere mit einem Fernglas ebenfalls bestaunen, ohne in ihren natĂŒrlichen Lebensraum einzudringen.

Am Eingang des Naturparks befindet sich ein Besucherzentrum, in dem sich Urlauber eingehend ĂŒber Verhaltensregeln im Park informieren können. Im angrenzenden Naturpark-Museum bekommt der Besucher schon vorab einen Einblick in die artenreiche Tier- und Pflanzenwelt des Naturparks S’ Albufera. Ein tolles Ausflugsziel fĂŒr Naturliebhaber und Wanderer, die hier erlebnisreiche Erkundungstouren unternehmen können.

Botanicactus – Botanischer Garten Mallorca

BlĂŒhende KakteenDer Botanicactus gilt als grĂ¶ĂŸter botanischer Garten Europas und ist ein echtes Naturerlebnis fĂŒr Pflanzenliebhaber, die auf die Insel Mallorca reisen. Die grĂŒne Vielfalt kann auf einem 50.000 Quadratmeter großen GelĂ€nde bewundert werden. Ein Plan, den man am Eingang erhĂ€lt, hilft bei der Orientierung. Schön gestaltete Wege fĂŒhren durch eine wĂŒstenĂ€hnliche Landschaft, die von mehr als 12.000 Kakteen geprĂ€gt ist. Obwohl die Wege gut ausgebaut sind, sind sie doch recht lang, sodass bequemes Schuhwerk sicher empfehlenswert ist. Dann steht einem erholsamen Spaziergang durch den Garten, vorbei an Zypressen, JohannisbrotbĂ€umen, Pinien und wunderschönen Kakteen, nichts mehr im Wege.

Die bunte Pflanzenwelt bietet Besuchern unzĂ€hlige, faszinierende Fotomotive, die es festzuhalten lohnt. Wer sich fĂŒr exotische Pflanzen interessiert, kommt im Botanicactus voll auf seine Kosten. Die Kakteen prĂ€sentieren sich in den verschiedensten Farben und Formen, sodass sich ein Besuch dieses Ausflugsziels auf jeden Fall lohnt.

Ermita de Sant Salvador

Das Kloster Ermita de Sant Salvador liegt nahe des Ortes Porto Colom in einer Höhe von rund 500 Metern. Die Serpentinenstraße, die zum Kloster fĂŒhrt, ist relativ eng und verfĂŒgt ĂŒber zahlreiche Kurven, sodass die Besucher besonders auf Gegenverkehr achten sollten. Oben am Parkplatz angekommen werden die Urlauber von einer großen Christusstatue empfangen, die quasi ĂŒber der Insel thront und sehr beeindruckend ist.

Die Ermita de Sant Salvador wurde im Jahre 1348 gegrĂŒndet und ist die bekannteste WallfahrtsstĂ€tte der Insel Mallorca. Eine Besichtigung lohnt sich, denn das Kloster ist sehr gut erhalten und die Kirche stets mit frischen Blumen geschmĂŒckt. Urlauber haben die Möglichkeit, in kleinen Klosterzellen zu ĂŒbernachten und abends, bei einem gemĂŒtlichen Lagerfeuer, ihr Essen zu grillen. FĂŒr den teilweise beschwerlichen Weg zur Ermita de Sant Salvador wird der Besucher durch eine wunderschöne Aussicht auf die KĂŒste und das Landesinnere Mallorcas belohnt. Die abwechslungsreiche Landschaft lĂ€dt ebenfalls zu erlebnisreichen Wanderungen ein.

Es Baluard – Museum fĂŒr zeitgenössische Kunst

In der Hauptstadt Palma de Mallorca an der Renaissance-Stadtmauer findet der Urlauber das Es Baluard, ein neues Museum fĂŒr zeitgenössische und moderne Kunst. Es entstand direkt in der Altstadt Palmas und ist ein großer Anziehungspunkt fĂŒr kunstinteressierte Touristen. Das Museum erstreckt sich ĂŒber mehrere Ebenen auf einer GesamtflĂ€che von 5.000 Quadratmetern und stellt den Besuchern verschiedene Routen zur VerfĂŒgung. Die drei Stockwerke sind durch Galerien, Rampen und Balkone miteinander verbunden und fĂŒhren Kulturinteressierte zum Beispiel durch die Porta de Santa Catalina, die einen tollen Ausblick ĂŒber Palma und auf die MittelmeerkĂŒste bereithĂ€lt. Zum oberen Teil der Stadtmauer gelangt man ĂŒber eine weitere Route. Auch hier eröffnet sich dem Besucher ein wunderschöner Panoramablick ĂŒber den Ort.

Die FlĂ€che der Ausstellungen begrenzt sich auf 2.500 Quadratmeter. Urlauber können Kunstwerke verschiedenster Stilrichtungen, wie zum Beispiel Mediterrane Landschaftsmalerei, Informelle Kunst und Weiblicher Akt und Frauenportraits, besichtigen. Im Außenbereich stĂ¶ĂŸt der Besucher auf zahlreiche Skulpturen von unterschiedlichen KĂŒnstlern, wie zum Beispiel Santiago Calatrava oder Jorge Oteiza. Die Museumsleitung versucht mit Vortragsreihen, speziellen Workshops und FĂŒhrungen, auch schon Kindern die Kunst nĂ€her zu bringen. Diese Veranstaltungen sind kostenlos und versprechen interessante, unterhaltsame Stunden fĂŒr die ganze Familie.

Museum Son Marroig

Der ehemalige Herrensitz Son Marroig liegt ganz in der NĂ€he des schönen Ferienortes Deia im Nordwesten der Insel und zĂ€hlt zu den SehenswĂŒrdigkeiten Mallorcas, bei denen auch Kunstliebhaber auf ihre Kosten kommen. Im Jahre 1872 beschloss der Österreicher Erzherzog Ludwig Salvator, sich auf der grĂ¶ĂŸten Baleareninsel niederzulassen. Er erwarb gleich zwei Herrensitze, Miramar und Son Marroig. In der Wehrfinca, in der er von 1872 bis 1913 lebte, befindet sich heute ein Museum, in dem zahlreiche Exponate des Monarchen zu besichtigen sind. Der Erzherzog besaß mehrere LĂ€ndereien auf Mallorca, sowie eine Dampfyacht mit dem Namen „Nixe“, mit der er ferne LĂ€nder bereiste. Er war so begeistert von der spanischen Insel, dass er ein siebenbĂ€ndiges Werk ĂŒber die Balearen verfasste. Dieses wurde 1889 auf der Weltausstellung in Paris sogar ausgezeichnet. Wahrscheinlich legte er mit den ausfĂŒhrlichen Beschreibungen der Inseln einen Grundstein fĂŒr den folgenden Tourismus auf Mallorca.

Pavillon Son MarroigVom Parkplatz aus erreicht der Urlauber auf dem Weg zum Landsitz eine Aussichtsterrasse, die einen einzigartigen Ausblick auf die Halbinsel Na Foradada ermöglicht. Die Felsspitze der Halbinsel ist ein beliebtes Fotomotiv, denn die Felswand ziert ein rund 18 Meter großes Loch, das auch auf zahlreichen Postkarten zu sehen ist. Der Herrensitz Son Marroig, der ursprĂŒnglich aus dem 16. Jahrhundert stammt, ist wirklich einen Besuch wert. In dem rustikal eingerichteten GebĂ€ude können die Diele, der Speisesaal und unter anderem auch das Schlafzimmer besichtigt werden. Nach der Besichtigung des Hauses, lohnt auch ein Spaziergang durch den wunderschön gestalteten Garten, in dem ein großer, weißer Marmorpavillon auf einer Felsnase platziert wurde. Er gibt einen herrlichen Blick aufs Mittelmeer und die umliegende KĂŒstenlandschaft frei.

Öffnungszeiten:

Im Sommer: 9.30 bis 20 Uhr
Im Winter: 9.30 bis 17 Uhr
Eintritt: Kinder bis 9 Jahre frei – Erwachsene: 3 Euro

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